Die Deutschen grillen in Europa mit Abstand am Meisten. Trotz der zunehmenden Nachfrage nach Gas- und Elektrogrills bleibt der klassische Holzkohlegrill die lieblings Zubereitungsart der Deutschen. Über 70% aller Deutschen grillen mit Holzkohle. 

Für den richtigen Grill, ein hochwertiges Stück Fleisch sowie alles andere, was beim Grillen dazugehört, geben die Griller gerne Geld aus.

Dass das richtige Grillergebnis aber auch maßgeblich von der Qualität der Kohle abhängt, wissen die wenigsten. Aus diesem Grund geben wir Ihnen in dieser Übersicht alle Informationen, die Sie für die Auswahl Ihrer Kohle brauchen, damit Sie zukünftig noch mehr Spaß am Grillen haben.


Richtige Holzkohle ist wichtig

Grillen verbindet. Grillen ist gesellig. Aus diesem Grund zelebrieren viele den Genußmoment an sommerlichen Abenden. 

Sie haben sicherlich schon einmal selber Kohle gehabt, die beim Anzünden sehr gestunken und geraucht hat. Als wenn das dann nicht schon genug wäre, ließ die Hitze der schwarzen Stücke schnell nach. Diese drei Merkmale sind meistens Indizien für minderwertige Kohle. Wie bei nahezu allen Produkten gibt es auch bei Kohle enorme Qualitätsunterschiede. Um diese Unterschiede zu verstehen, müssen wir uns zuerst einmal anschauen, wie denn überhaupt Kohle entsteht.


Wie entsteht Kohle?

Die klassische Holzkohle - wie der Name schon sagt - entsteht aus normalem Holz. Hierbei handelt es sich um einen festen Brennstoff der entsteht, wenn luftgetrocknetes Holz unter Luftabschluss und ohne Sauerstoffzufuhr auf 275 °C erhitzt wird. Bei diesem Vorgang verbrennen die leichtflüchtigen Bestandteile des Holzes und es bleibt Holzkohle (hoher Kohlenstoffgehalt) übrig. Dieser Vorgang wird bereits seit hunderten von Jahren in einem Köhler durchgeführt. Heutzutage hat in vielen hochentwickelten Fabriken der klassische Köhler ausgedient, da er zum einen sehr umweltschädlich ist und zum anderen nicht sehr effizient ist.

Viele Unternehmen setzen deswegen inzwischen auf hochmodernisierte Retorten. Der Vorteil hierbei ist, dass die während der “Verkohlung” erzeugte Energie sinnvoll (z.B. für die Stromerzeugung) genutzt wird. In vielen Entwicklungsländern wird die Holzkohle jedoch noch mit dem klassischen Köhler hergestellt - sehr zulasten der Umwelt sowie der Menschen.


Sie sollten es also unbedingt lassen, mit normalem, nicht “carbonisiertem” Holz zu grillen. Beim Verbrennen von Holz können giftige Gase entstehen, welche sich anschließend an Ihrem Grillgut absetzen und von Ihnen verzehrt werden. Außerdem hinterlässt der Qualm des verbrennenden Holzes einen bitteren Beigeschmack.


Kohlebriketts & Holzkohle - Was ist der Unterschied?

Sicherlich ist Ihnen bereits aufgefallen, dass es “Holzkohlekissen” (auch bekannt als Grillbriketts) und die klassische Holzkohle gibt. 

Die klassiche Holzkohle ist dadurch charakterisiert ist, dass Sie sich besonders schnell anzünden lässt und man somit nicht lange auf das durchglühen der Kohle warten muss. Der Nachteil ist, dass die Kohle schnell an Hitze verliert und somit während eines langen Grillabends mehrmals neue Kohle nachgekippt werden muss.


Das Gegenstück zu der klassischen Holzkohle sind die gepressten Briketts. 

Für die Herstellung von Grillbriketts wird die normale Holzkohle gemahlen und anschließend mit einem Bindemittel fest verpresst. 


Zusammengefasst:


Immer Mehr Griller greifen zu den Briketts, da diese einen besseren und längeren Brennwert haben. Besonders beliebt sind zur Zeit Grillbriketts aus Kokosnuss- Schalen. 


Briketts aus Kokos sind besonders nachhaltig, da diese im klassischen Sinne ein “Abfallprodukt” sind. Für die Kohle aus Kokos wird kein Baum gefällt.